Allen Schülern, Lehrern und den gesamten Schul-Teams in Karlsfeld, u.a. am neuen Gymnasium, wünschen wir einen guten Schulstart!
Bildnachweis: Fritsch + Tschaidse Architekten mbH
Bildnachweis: Fritsch + Tschaidse Architekten mbH
Die offizielle Einweihungsfeier findet am 28. Oktober 2025 statt!
Daten und Fakten zum neuen Gymnasium:
Schule mit Lernhauskonzept
Lernhaus bestehend aus:
- Klassenzimmern
- Gruppenräumen
- Ganztagesbereich
- Lehrer-Teamräumen
- Multifunktionellem Forum
- Nischen für Lernmittel
- WC-Bereich
- Technikflächen
Grundriss EG:
- Großzügiger Eingangsbereich mit angrenzendem flexiblen Veranstaltungsraum
- Fachklassen und Verwaltungstrakt
- Mensabereich mit Ausgabe- und Aufbereitungsküche
- In Lernlandschaft integrierte Freiräume
- Bibliothek und Musikbereich mit Außenraumbezug
Innenbereich EG:
- Speisesaal mit Blickrichtung Nord-Ost
- Bodenbelag Betonwerkstein
- Großzügiges Oberlicht für natürliche Belichtung
- Raum zuschaltbar zu Aula und Pausenhalle
- Nutzung als Versammlungsstätte
Sekretariat EG:
- Sekretariat in Blickrichtung Osten
- Bodenbelag Linoleum
- Großzügiges Tageslicht über raumhohe Verglasung
- Schalldämpfung über Akustikdecke
Grundriss 1. OG:
- Lernhäuser Sekundarstufe I mit zentralen Foren, Klassen- und Gruppenräumen
- Sehr gute Belichtung und Belüftung
- Sichtbeziehungen im gesamten Lernhaus
- Lernterrassen in den Gebäudenischen
Innenbereich OG:
- Lernhaus-Foyer in Blickrichtung Nord-West
- Bodenbelag Linoleum, zweifarbig zur Abgrenzung von Laufzonen und Aufenthaltszonen
- Schalldämpfung über Akustikdecke und perforierte Wandflächen
- Im Hintergrund WC-Trakt als Sichtbetonkern
Klassenzimmer:
- Bodenbelag Linoleum
- Schalldämpfung über Akustikdecke
- Blickbeziehungen zu Foyer mit Teilverglasungen
- Technische Ausstattung u.a. mit Touchboard 86 Zoll und nebenhängendem Whiteboard
- Einzelfächer für jede Schülerin bzw. für jeden Schüler zur Aufbewahrung von Unterrichtsmaterialien und Büchern
- OG:
- Lernhäuser Sekundarstufe II
- mit zentralen Foren, Klassen- und Gruppenräumen
- Lernterrassen auf den Flachdächern
Freiflächen:
- Eingezäunter Pausenhof
- Spielgeräte für „bewegte Pausen“
- Sitzgruppen mit Beschattung durch Bäume und Schirme
- 450 Fahrradstellplätze
- 7 Motorradstellplätze
- 136 PKW-Stellplätze, davon 10 E-Ladestationen, größtenteils unterirdisch, teilweise oberirdisch
Dachaufsichten:
- Pflanzinseln mit intensiver Begrünung in den Aufenthaltsbereichen der Lernterrassen
- Extensive Begrünung auf Lernterrassen und dem Vordach Haupteingang
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Bildnachweis: Tobias Berlinger
Ein lebendiger Ort des Lernens und des Miteinanders
Wichtige Informationen zum neuen Gymnasium in Karlsfeld - Interview mit dem Schulleiter Tobias Berlinger
(Interview: März 2025, aktualisiert September 2025)
(KA) Es ist soweit! Das lang ersehnte einzige Gymnasium in Karlsfeld hat seinen Betrieb aufgenommen und der Start des Unterrichtsbetriebes zum Schuljahr 2025/2026 in den Jahrgangsstufen 5 – 8 ist somit gesichert.
Die neue Bildungsstätte mit den Ausbildungsrichtungen „Sprachliches Gymnasium“ mit den Sprachenfolgen Englisch – Latein – Französisch und „Naturwissenschaftlich – technologisches Gymnasium“ (Englisch – Latein, Englisch – Französisch) zählt zu dem MB-Bezirk Oberbayern-West und wurde nach dem „Münchner Lernhauskonzept“ konstruiert. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage www.gymnasium-karlsfeld.de.
Werden auch Sie Teil der Gymnasium Karlsfeld-Familie! Schulleiter Tobias Berlinger und sein Team freuen sich auf die neuen Schülerinnen und Schüler sowie auf konstruktive Gespräche mit den Eltern. In einem Interview uns Berlinger bereits vor dem Schulstart Wissenswertes zum neuen Gymnasium in Karlsfeld verraten.
Wie verlief der Bewerbungsprozess?
Wie alle Schulleiterstellen an staatlichen Gymnasien in Bayern wurde auch die am Gymnasium Karlsfeld vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus öffentlich ausgeschrieben. Auf diese Stellenausschreibung habe ich mich schriftlich über den Dienstweg beworben und eine Einladung von Seiten des Kultusministeriums erhalten.
Erzählen Sie uns etwas über Ihren Werdegang?
Aufgewachsen bin ich im oberbayerischen Steingaden. Am Gymnasium Hohenschwangau habe ich 1993 mein Abitur gemacht. Es folgte der Wehrdienst beim Heeresmusikkorps Veitshöchheim. Das Lehramtsstudium für die Fächer Wirtschaft und Recht sowie Geographie habe ich an der Universität Bayreuth absolviert. Nach meinem Referendariat (Seminarschule in Fürth und Einsatzschule in Weiden in der Oberpfalz) folgte 2003 meine erste Stelle am Gregor-Mendel-Gymnasium in Amberg. 2008 wechselte ich an das Hildegardis-Gymnasium Kempten, an dem ich zunächst die Fachschaftsleitungen für meine beiden Fächer übernahm und 2021 Mitarbeiter in der Schulleitung wurde. Seit Februar 2022 bin ich als Ständiger Stellvertreter der Schulleitung am Ignatz-Taschner-Gymnasium in Dachau tätig. Privat bin ich verheiratet und habe eine Tochter.
Werden Sie auch selbst am Karlsfelder Gymnasium unterrichten?
Ja, das werde ich, wenn auch aufgrund meiner neuen Aufgaben in geringerem Umfang als bisher. Aber ich freue mich sehr darauf, da mir das Unterrichten immer sehr viel Freude bereitet.
Wenn Sie das neue Karlsfelder Gymnasium bewerben müssten, welche drei Schlagwörter fallen Ihnen dazu ein?
Gemeinsames Lernen mit viel Freude und Engagement in einer angstfreien, positiven Atmosphäre, mit modernen Unterrichtsmethoden in den Lernhäusern und auf begrünten Lernterrassen im Freien und mit modernster technischer Ausstattung.
Was sehen Sie für ein Potenzial in Karlsfeld?
Ich sehe ein sehr großes Potential in Karlsfeld bezüglich der engen Zusammenarbeit mit den Grundschulen in Karlsfeld und Umgebung. So sind z.B. die Verbandsgrundschule Karlsfeld und die Grundschule an der Krenmoosstraße genauso wie das Gymnasium Karlsfeld nach dem Münchner Lernhauskonzept gebaut worden. Hier sehe ich sehr große Synergieeffekte für die Schülerinnen und Schüler, die damit ab der ersten Klasse bis zum Abitur in Räumen eines Lernhauses ihren Unterricht erleben dürfen.
Des Weiteren freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Karlsfeld und den örtlichen Vereinen. Unsere Vierfach-Sporthalle kann zum Beispiel nach dem Unterrichtsbetrieb von den örtlichen Vereinen in Karlsfeld genutzt werden. Wir dürfen dank eines Kooperationsvertrags mit dem Sportpark des TSV Eintracht Karlsfeld das dortige Stadion für den Sportunterricht und für den Sporttag, an dem die gesamte Schule beteiligt ist, nutzen.
Wo möchten Sie persönlich Ihre Akzente als Schulleiter setzen?
Ich freue mich die Schule aufzubauen und dabei diese von Anfang an so zu gestalten, dass am GMK bei Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Verwaltung inklusive Sekretariat und Haustechnikern eine angenehme und menschliche Atmosphäre herrscht, sodass jeder gerne zur Schule geht, gepaart mit Höflichkeit, gegenseitigem Respekt und wertschätzendem Miteinander.
In einem modernen, zeitgemäßen Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler das Wissen und die Kompetenzen erlernen und einüben, die sie befähigen, erfolgreich das Abitur zu erlangen.
Ziel ist es auch, ein angemessenes Wahlfachangebot aufzubauen, um die Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Neigungen und Interessen auch über den Unterricht hinaus zu fördern.
Der Teamgedanke, der im Wahlunterricht und bei außerunterrichtlichen Schulveranstaltungen entsteht, hat große Auswirkungen auf die Identifikation mit der Schule und damit auch wieder auf die schulischen Leistungen.
Was sind Ihrer Meinung nach die Unterschiede zu Ihrer Schulzeit und der jetzigen?
Vor allem der rasch fortschreitende digitale Wandel hat den Schulalltag seit meiner Schulzeit maßgeblich verändert – sowohl den Unterricht an sich als auch das alltägliche Miteinander unter den Schülerinnen und Schülern.
Zu meiner Schulzeit gab es noch keine Handys oder iPads und auch der Zugriff auf das Internet oder eine KI waren nicht möglich.
Bezüglich der Unterrichtsformen ist der einst primär stattfindende Frontalunterricht durch moderne, offene Unterrichtsformen und vielfältige Methoden ersetzt worden.
Auch die Kommunikation und der Umgang miteinander hat sich durch die sozialen Netzwerke sehr verändert.
Sehen Sie die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in Zeiten der intensiven Nutzung moderner Medien als schwierig an oder kann man als Schule auch etwas Positives daraus ziehen?
Sicherlich stellt uns der digitale Wandel auch an den Schulen vor Herausforderungen, er bietet aber gleichzeitig auch neue Möglichkeiten und Chancen für eine moderne Gestaltung des Lehrens und Lernens, die es zu nutzen gilt. Unter anderem eröffnet die Digitalisierung im Rahmen der Individualisierung des Lernens ganz neue Möglichkeiten. Die hervorragende technische Ausstattung, die uns das Landratsamt Dachau am Gymnasium Karlsfeld zur Verfügung stellt, bietet uns viele Möglichkeiten, neue Lernwege zu beschreiten und unsere Schülerinnen und Schüler gut für ihren weiteren privaten und beruflichen Lebensweg nach dem Abitur vorzubereiten.
Entscheidend wird vor allem die Art und Weise sein, wie wir zum Beispiel die geplante 1:1-Ausstattung am GMK umsetzen oder die Handynutzung gestalten. Zum Beispiel werden wir die Aufbewahrung der Handys während des Unterrichts in einer zentralen Box im Klassenzimmer ermöglichen, die es der Lehrkraft erleichtern zu entscheiden, wann, in welchem Umfang und wie die Geräte im Unterricht eingesetzt werden.
Am GMK wird es auch einen Multimedienraum geben, der neue Lernmöglichkeiten bietet. Dort wird unter anderem ein Koffer mit VR-Brillen zur Verfügung stehen und es werden Programme für die einzelnen Fächer angeschafft, die Multivisionsanwendungen ermöglichen. Zum Beispiel in den Fächern Geschichte und Latein können virtuelle Touren im antiken Rom durchgeführt werden oder im Fach Chemie Moleküle anfassbar gemacht werden.
Grundsätzlich kommt der Medienbildung eine zentrale Bedeutung zu, bei der die Chancen, aber auch Risiken der Medien in der Schulfamilie, kritisch reflektiert werden und die Schülerinnen und Schüler zu einem maßvollen, bewussten und verantwortungsvollen Umgang angeleitet werden. Die neuen Medien sollen immer dann zum Einsatz kommen, wenn damit ein gewisser Mehrwert verbunden ist. Und wir werden darauf achten, dass es am GMK auch genügend Raum für Begegnungen in und mit der analogen Welt geben wird. Die Balance ist hier entscheidend.
Insgesamt kann das Münchner Lernhauskonzept am GMK einen guten Beitrag dazu leisten, die Nutzung moderner Medien für die Schülerinnen und Schüler positiv zu gestalten.
Eine Herausforderung, mit der alle Schulen zu kämpfen haben, ist der Lehrermangel. Wie denken Sie, wird das in Karlsfeld aussehen?
Ich gehe davon aus, dass das Gymnasium Karlsfeld in den ersten Jahren des Aufbaus optimal mit Personal versorgt wird.
In den Anschlussjahren werden wir sicher auch mit dieser Herausforderung konfrontiert werden und werden dann nach Lösungen suchen müssen.
Was möchten Sie den Schülerinnen und Schülern von heute vermitteln?
Mir ist sehr wichtig, dass am Gymnasium Karlsfeld die Werte wie Höflichkeit, Respekt, Toleranz und Wertschätzung im Umgang miteinander - unter allen Mitgliedern der Schulfamilie sowie gegenüber Außenstehenden - im Alltag gepflegt und gelebt werden. Darunter verstehe ich auch Pünktlichkeit sowie verantwortungsvolles Verhalten in unserem schönen neuen Schulgebäude.
Die Schülerinnen und Schüler sollen in einer angstfreien, positiven Atmosphäre im Unterricht sowie in darüberhinausgehenden Projekten und Schulveranstaltungen die Bedeutung und den Wert von Gemeinschaft erfahren und schätzen lernen.
Die Vermittlung eines breitgefächerten Wissens und eines vielfältigen Repertoires an Kompetenzen soll es ihnen ermöglichen, ihre privaten und beruflichen Ziele eines Tages erfolgreich verfolgen zu können. Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln sind in diesem Zusammenhang wichtige Parameter.
Die Schülerinnen und Schüler sollen am Gymnasium Karlsfeld die Freude am gemeinsamen Lernen erfahren und so die Bereitschaft und Freude am lebenslangen Lernen entwickeln können, die in unserer sich so rasant verändernden Welt aus meiner Sicht unabdingbar geworden ist.
Es ist mein großer Wunsch, dass alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Schulzeit am Karlsfelder Gymnasium zu resilienten jungen Erwachsenen heranwachsen können, die sich mit Neugierde, Mut und Zuversicht den Herausforderungen unserer Zeit stellen und unsere/ihre zukünftige Welt aktiv mitgestalten.
Sind Sie schon in Vorfreude auf Ihr neues Amt und wie bereiten Sie sich darauf vor?
Es bedeutet für mich eine große Ehre, dass ich die Schulleitung übernehmen darf. Ich bedanke mich beim Kultusministerium für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich sehr auf die neue Aufgabe. In einem umfangreichen Fortbildungsprogramm für neuernannte Schulleiterinnen und Schulleiter werde ich bereits umfassend auf meine zukünftigen Aufgaben von Seiten des Kultusministeriums vorbereitet.
In den bisherigen Jahren meiner beruflichen Tätigkeit als Mitarbeiter und Stellvertreter konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln, die mir bei der Ausübung meiner neuen Aufgabe als Schulleiter nun sehr helfen werden. Während für die Schülerinnen und Schüler der Unterrichtsbetrieb erst im kommenden September am Gymnasium Karlsfeld beginnt, laufen die Arbeiten im Vorfeld des Schulbetriebs für mich bereits seit Bekanntwerden meiner Ernennung.
Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Besprechungstermine mit den Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Abteilungen des Sachaufwandsträgers des Landkreises Dachau sowie den Architekten des neuen Schulgebäudes. Auch mit den Firmen, die zum Beispiel bei der Gestaltung der Homepage oder bei der technischen Ausstattung der Schule involviert sind, stehe ich im dauerhaften Kontakt. Alle arbeiten auf Hochtouren und mit großem Engagement daran, dass der Schulbetrieb in unserem neuen Schulhaus zum Schuljahr aufgenommen werden kann.
Seit 1. Dezember 2024 unterstützen mich auch zwei sehr engagierte Sekretärinnen bei den organisatorischen Vorbereitungen tatkräftig. Zum Beispiel muss die anstehende Anmeldung der neuen Fünftklässler vorbreitet und organisiert werden. Auch die Erstausstattung der einzelnen Fächer sowie die der lehr- und lernmittelfreien Bücherei fällt in meinen Aufgabenbereich. Gleichzeitig führe ich bereits immer wieder Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern, die sich an der Schule bewerben möchten.
Auch die Kontaktaufnahme zu den zukünftigen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern ist bereits angelaufen: Die Vorbereitung und Durchführung von Informationsabenden an den drei Gymnasien, die unsere Vorläuferklassen bisher beheimaten, dem Josef-Effner Gymnasium Dachau, dem städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium sowie dem Gymnasium München-Moosach, gehören zu meinen aktuellen Tätigkeiten. Auch an den umliegenden Grundschulen, aus denen die neuen Fünftklässler kommen, finden bereits Elternabende statt. Es ist für mich unglaublich schön zu erleben, mit welcher Vorfreude und Engagement sich alle Beteiligten auf die neue Schule vorbereiten.
Fotos:
Außenansicht: Landratsamt Dachau
Innenbereich: Fritsch + Tschaidse Architekten mbH


















